Fit für die Zukunft!

Das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité wird ausgebaut.

Im Rahmen einer substantiellen Baumaßnahme, getragen durch Bund und Land Berlin, wird das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité fit gemacht für die Zukunft. Die Besucher*innen erhalten einen neuen erweiterten Eingangsbereich mit Shop und Multifunktionsraum. Die Ausstellungsetagen werden grundlegend klimatisch ertüchtigt, Nebenräume zu Depot- und Projektarbeitsflächen für die Planung der Ausstellungen von Morgen ausgebaut.

Die Baumaßnahme erstreckt sich von Anfang Februar 2020 bis voraussichtlich Ende 2021. In dieser Zeit bleibt das Museum geschlossen. Ziel ist es, den 200. Geburtstag des Museumsgründers, Rudolf Virchow (1821-1902), 2021 im renovierten und wieder eröffneten Museum angemessen zu würdigen.

Während der Schließzeit ist das Museum weiter sichtbar: Highlights der Dauerausstellung präsentieren wir in Bild und Text im Außenbereich. Ab Februar 2020 bieten wir angemeldeten Gruppen Führungen über das historische Gelände der Charité an. Infos satt rund um das Museum und die Baumaßnahme gibt es auf unseren Social Media-Kanälen: Facebook und Instagram (#bmmcharite). Weitere Projekte für die Bauzeit sind in Planung. Schauen Sie immer mal wieder auf unsere Homepage!

Überdies empfehlen wir einen Besuch der Dauerausstellung zur Geschichte der Charité im Nationalsozialismus in der museumsnah gelegenen Psychiatrischen und Nervenklinik der Charité. Oder folgen Sie dem künstlerisch gestalteten Erinnerungsweg REMEMBER auf dem Gelände des historischen Campus Charité-Mitte. Ausstellung und Erinnerungsweg bilden eine Einheit im Rahmen des Projekts „GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung“.

 

 

 

Museum im Überblick

Das Berliner Medizinhistorische Museum ist eine Einrichtung der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Hervorgegangen aus dem Pathologischen Museum Rudolf Virchows, befindet es sich im ehemaligen Museumshaus des Instituts für Pathologie auf dem traditionsreichen Gelände der Charité (Campus Mitte).

Als öffentliches Museum der Charité mit regulären Öffnungszeiten gewährt das Berliner Medizinhistorische Museum seinen Besucher*innen faszinierende Einblicke in die Entwicklung der Medizin der letzten 300 Jahre. In seiner Dauerausstellung zeigt es vor allem eine etwa 750 Objekte umfassende Sammlung pathologisch-anatomischer Feucht- und Trockenpräparate sowie Modelle und Abbildungen aus zentralen medizinischen Aktionsräumen: dem Anatomischen Theater, dem Anatomischen Museum, dem Labor sowie dem Krankensaal.

In seinen Sonderausstellungen blendet das Museum immer wieder auf neue Aspekte der Medizin und Medizingeschichte. Das Spektrum reicht etwa von Wunderheilungen in der Spätantike bis zu neuesten Erkenntnissen der Rechtsmedizin zur Aufklärung unnatürlicher Todesfälle. Darüber hinaus begegnen sich in kleineren und größeren Präsentationen häufig Kunst und Medizin.

Das Museum ist ein beliebter Ort für zahlreiche Veranstaltungen. In der Ruine des ehemaligen Hörsaals finden über das ganze Jahr hinweg Ringvorlesungen, Diskussionsabende, Workshops und festliche Empfänge statt.

Derzeit besuchen rund 90.000 Menschen jährlich das Museum. Meist handelt es sich um interessierte Einzelbesucher*innen aus allen Bevölkerungsgruppen. Daneben finden aber auch viele Schüler*innen sowie Angehörige medizinischer Berufe den Weg ins Museum.